Ein guter Freund von mir ,war mal wieder vor einigen Wochen (trotz seiner 74 Jahre) im Internet unterwegs. Als er auf Stayfriends landete, interessierte es ihn, welche Möglichkeiten diese Plattform so bietet. Neugierig gab er den Namen seines Sohnes ein, den er wegen eines Scheidungsstreits aus den Augen und später nicht mehr wiedergefunden hat.
Und tatsächlich, ein Volltreffer! Er überlegt und sendet dann aufgeregt, neugierig und doch auch ängstlich eine Kontaktanfrage.
Nach einigen Tagen sieht er in seiner Mailbox, dass der Kontakt bestätigt wurde. Er konnte nun auf das ganze Profil seines Sohns zugreifen und sah, dass er sogar schon Opa geworden war. Es war zunächst zu emotional für ihn und er wartete noch einige Tage.
Dann fasste er seinen Mut zusammen und rief bei seinem Sohn an. Eine Frauenstimme meldet sich am anderen Ende. Er fragt nach seinem Sohn und will sich erklären. Seine Schwiegertochter teilt ihm aber unter Tränen mit, dass sein Sohn vor einer Woche an Krebs gestorben sei! Er war zu spät!
Verständlicherweise möchte er so schnell keine sozialen Netzwerke mehr nutzen.
Eine Erkenntnis daraus ist es für mich, dass man sich zu Lebzeiten auch Gedanken zu seinen vielen Profilen im Netz im Falles des Todes machen sollte. Vielleicht auch die Zugangsdaten irgendwo hinterlegen sollte.
Sind solche Profile von Verstorbenen Datenfriedhöfe oder virtuelles Weiterleben?
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