Dienstag, 31. Mai 2011

ePatient eBook Project - Leitfaden für moderne Patienten

Der Begriff ePatient bekommt im heutigen Gesundheitsmarkt zunehmende Bedeutung. Er steht für den modernen, selbstbestimmenden und aktiven Patienten.
Viele Literaturquellen beschäftigen sich mit den Anforderungen an Kliniken, Arztpraxen und Gesundheitsdienstleister, um dem Informationsbedürfnis des ePatienten gerecht zu werden.
Aber auch die Patienten müssen es erst lernen, die Potentiale der heutigen Informationstechnologien richtig zu nutzen, aber auch richtig zu bewerten.
Das "ePatient eBook Project" erstellt einen Leitfaden, den Patienten kostenlos nutzen können. Dabei erhalten Anleitungen zur richtigen Informationsgewinnung und die Sammlung von nützlichen Informationsquellen einen Projektschwerpunkt.
Das eBook wird nach und nach in diesem "e-Patient"-Blog entstehen und als Google-Doc für jedermann zum Download angeboten. Jeder Leser kann sich durch Kommentare, Tipps und Link-Vorschläge aktiv in Erstellung einbringen.
Jeder darf die Informationen aus dem eBook kostenlos nutzen, wenn folgende Projekt-Regeln eingehalten werden:

  • Das eBook darf kostenlos geladen, gelesen und weitergegeben werden!
  • Das eBook darf nicht verändert werden!
  • Inhalte dürfen nur unter der Quellenangabe genutzt werden!
  • Der Download des eBook ist nur von dieser Webseite erlaubt!



Donnerstag, 26. Mai 2011

Wer hat Angst vorm E-Patient?

Quelle: Flickr.com
Während in Deutschland noch über Bewertungsportale für Ärzte diskutiert wird, zittern österreichische Mediziner bereits davor. Hier bei uns starten sie gerade. Meist von den Krankenkassen getrieben, entstehen  Bewertungsplattformen wie das Arztnavi der Barmer Ersatzkasse. Die ersten Rückmeldungen sind eher verhalten. Die deutschen Patienten nutzen die Arztbewertungen bisher kaum.
In Österreich bewertete dagegen ein Patient schon fleißig eine Klinik, in der seine Bandscheiben-OP wohl missglückt ist.
"Der Beklagte hatte die Krankenhaus-Betriebsgesellschaft daraufhin wiederholt im Internet und auf Flyern als "Spital-Mafia", "Krankenhaus-Vertuschungs-Gesellschaft" oder "Krankenhaus-Schlägertruppe" bezeichnet."[Quelle: ORF.at]
Nun will die Klinik den Patienten vor Gericht bringen und auf Unterlassung verklagen.
Müssen wir uns an solche Meldungen gewöhnen?
Selbstbestimmende Patienten werden wohl auch bei uns, die eine oder andere gegensätzliche Meinung mit ihrem Gesundheitsdienstleister vor Gericht austragen.

Sonntag, 22. Mai 2011

Heute werde ich ... Notarzt!!!

Stress - Blut - Leben retten, dass ist das Leben eines Notarztes.
Für jeden der schon immer mal ein Hauch von diesem schweren Job spüren möchte, gibt es nun die kostenlose Edutainment-App fürs Iphone.
Bei dieser App muss man schwierige Situationen als Notarzt meistern und kann sogenannte Kompetenzpunkte sammeln. Als Schwierigkeitsgrade gibt es neben dem "blutigen Anfänger", den "Naseweis", "Greenhorn" oder Profiretter.
Das tollste sind die realen Situationen und der lehrende Charakter der App. Ich denke, wir werden in Zukunft noch viele Edutainment-Apps mit medizinischem Hintergrund geboten bekommen. Gesundheitsaufklärung und Spielen - eine gute Kombination!

Dienstag, 17. Mai 2011

Neue Medien senken die Raucher- und Alkohol-Rate bei Jugendlichen

Als Vater von vier Kindern haben mich die heutigen Nachrichten sehr positiv gestimmt. Nach aktuellen Untersuchungen ist sowohl die Anzahl der Raucher, wie auch die der Alkoholkonsumenten bei Jugendlichen von über 20% auf nur noch 13% zurückgegangen.
Analysten, wie auch die Politiker sehen die jüngsten Kampanien der neuen Medien für diesen Erfolg verantwortlich. Mich würde es freuen und ich hoffe, dass die Zahlen noch weiter gesenkt werden können.


Dienstag, 10. Mai 2011

Gesund ist nur, wer nicht genügend untersucht wurde...

Ich durfte heute eine spannende Vorlesung von Prof. Riegl - "Marketing im Gesundheitswesen" - erleben. Aus dieser habe ich den oben genannten, provokanten Titel entnommen.
Einige Kernfragen haben mich doch zum Nachdenken bewogen. Zum Beispiel, soll ein Patient als Patient oder als Kunde behandelt und bezeichnet werden. Wobei hier die These darauf beruht, dass ein Patient aus der soziologischen Perspektive und ein Kunde eher aus der ökonomischen Perspektive betrachtet wird. Ich persönlich sehe in einem Patienten eher den "Ausgelieferten" und im Kunden den "Mündigen". Aber darüber kann man sicher diskutieren.
Zweifelsfrei werden die Patienten/Kunden immer informierter und erwarten zu recht, dass sich der Gesundheitsbereich darauf einstellt. Das bedeutet auch, dass Sie immer mehr Verantwortung für Ihre eigene Gesundheitsvorsorge übernehmen wollen. Bis sich aber die Einrichtungen darauf eingestellt haben, wird sicher noch einige Zeit vergehen. Denn so einige Berufsgruppen müssen dafür von ihrem eigenen Selbstverständnis abrücken.

Samstag, 7. Mai 2011

BMI-Widget für eigene Posts

Es gibt viele Menschen die sich aktiv um ein gesundes Körpergewicht bemühen. Dafür gibt der BMI-Wert eine gute Orientierung. Von der Webseite www.Plantoo.de kann jeder einen BMI-Rechner für seine eigene Homepage holen. Dafür muss lediglich ein wenig HTML-Code in die eigene Homepage eingefügt werden. Das ganze sieht dann so aus:

Weiterhin kann man auch ein Widget mit den eigenen BMI-Daten von dieser Seite holen und z.B. in eigene Post (z.B. in Abnehm-Foren) benutzen. Dieses sieht dann so aus:

Montag, 2. Mai 2011

Soziale Netzwerke zu Verstorbenen...

Ein guter Freund von mir ,war mal wieder vor einigen Wochen (trotz seiner 74 Jahre) im Internet unterwegs. Als er auf Stayfriends landete, interessierte es ihn, welche Möglichkeiten diese Plattform so bietet. Neugierig gab er den Namen seines Sohnes ein, den er wegen eines Scheidungsstreits aus den Augen und später nicht mehr wiedergefunden hat.
Und tatsächlich, ein Volltreffer! Er überlegt und sendet dann aufgeregt, neugierig und doch auch ängstlich eine Kontaktanfrage.
Nach einigen Tagen sieht er in seiner Mailbox, dass der Kontakt bestätigt wurde. Er konnte nun auf das ganze Profil seines Sohns zugreifen und sah, dass er sogar schon Opa geworden war. Es war zunächst zu emotional für ihn und er wartete noch einige Tage.
Dann fasste er seinen Mut zusammen und rief bei seinem Sohn an. Eine Frauenstimme meldet sich am anderen Ende. Er fragt nach seinem Sohn und will sich erklären. Seine Schwiegertochter teilt ihm aber unter Tränen mit, dass sein Sohn vor einer Woche an Krebs gestorben sei! Er war zu spät!
Verständlicherweise möchte er so schnell keine sozialen Netzwerke mehr nutzen.

Eine Erkenntnis daraus ist es für mich, dass man sich zu Lebzeiten auch Gedanken zu seinen vielen Profilen im Netz im Falles des Todes machen sollte. Vielleicht auch die Zugangsdaten irgendwo hinterlegen sollte.
Sind solche Profile von Verstorbenen Datenfriedhöfe oder virtuelles Weiterleben?