Dienstag, 10. Mai 2011

Gesund ist nur, wer nicht genügend untersucht wurde...

Ich durfte heute eine spannende Vorlesung von Prof. Riegl - "Marketing im Gesundheitswesen" - erleben. Aus dieser habe ich den oben genannten, provokanten Titel entnommen.
Einige Kernfragen haben mich doch zum Nachdenken bewogen. Zum Beispiel, soll ein Patient als Patient oder als Kunde behandelt und bezeichnet werden. Wobei hier die These darauf beruht, dass ein Patient aus der soziologischen Perspektive und ein Kunde eher aus der ökonomischen Perspektive betrachtet wird. Ich persönlich sehe in einem Patienten eher den "Ausgelieferten" und im Kunden den "Mündigen". Aber darüber kann man sicher diskutieren.
Zweifelsfrei werden die Patienten/Kunden immer informierter und erwarten zu recht, dass sich der Gesundheitsbereich darauf einstellt. Das bedeutet auch, dass Sie immer mehr Verantwortung für Ihre eigene Gesundheitsvorsorge übernehmen wollen. Bis sich aber die Einrichtungen darauf eingestellt haben, wird sicher noch einige Zeit vergehen. Denn so einige Berufsgruppen müssen dafür von ihrem eigenen Selbstverständnis abrücken.

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